Sozialaktion Power im Pott beendet 

 

 Pfadfinder lösten Sozialprojekt in Essen-Schönnebeck in nur 68 Stunden 

Geschafft: 66 Pfadfinder des Stammes Anne Frank an Fronleichnam der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) können aufatmen. Denn die Georgspfadfinder haben in nur 68 Stunden, während der Sozialaktion „POWER IM POTT" ihr Projekt 

  Reinigung und Instandsetzung des Naturschutzgebietes an der Schluchtstraße

 

in Schönnebeck erfolgreich in die Tat umgesetzt. Nach dem der Startschuss am Donnerstag, 6. April um 18 Uhr gefallen war, hatten die Pfadfinder der Gemeinde Fronleichnam einiges zu tun, um in nur 244.800 Sekunden ihre Sozialaufgabe in die Tat um zu setzten.

Hier ein Bericht von Veronica, 10 Jahre und Juffi: 

 

1. Tag 7.4.2000:

 

Der Stamm Anne Frank nahm vom 6. - 9. April an der Aktion Power im Pott teil. Wölflinge, Juffis, Pfadis und Rover im Alter von 10 - 18 Jahren und natürlich die Leiter säuberten die Natur und bauten einen neuen Zaun. Als wir am Donnerstag, den 6. April 2000 in der Eishalle in Essen-West waren und unsere Abenteueraufgabe erfuhren, dachten einige: „Als ich gehört habe welche Aufgabe wir zu bewältigen haben, dachte ich COOL." Oder andere dachten: „Na ja, wer weiß was uns da noch bevorsteht." Unser Projektpate Herr Nierhaus suchte für uns Sponsoren. Wir bekamen einige kleinere und größere Geldspenden und reichlich zu essen und trinken.

Wir haben Power, wir sind stark,  verpetzen jeden beim Direx der uns nicht mag. Das ist der Spruch, nachdem Juffis Ärger mit 2 Erstklässlern hatten. Sie gingen zur Schule und erzählten dem Direx die Geschichte. Die 2 entschuldigten sich bei ihnen.

Entlang eines neu gebauten Zaunes werden 200 verschiedene Pflanzen gepflanzt. Herr Rottmann, Geschäftsführer vom Bottroper Pflanzenhof spendete: Weißdorn, Schwarzdorn und Hunzrosen, die eigentlich 847,50 DM gekostet hatten. Dafür waren wir ihm sehr dankbar.
Übernachtet wurde im Jugendheim und so richtig kam keiner zum schlafen.

 

 

2. Tag 8.4.2000:

 

Endlich, das Frühstück ist da." Die hungrigen Pfadfinder stürzten sich auf die Brötchen und auf die Wurst. Nachdem alle gegessen haben und die Pfadi-Mädchen vom Spülen kamen gingen die Arbeiten weiter. Wir pflanzten die gespendeten Pflanzen entlang des Zaunes, wobei wir auf Steine stießen die uns das Graben erschwerten. Wir fanden wieder viel Müll und der Müll auf dem Container häufte sich immer mehr. Als wir fertig waren, gab es Mittagessen. Burger King und eine Pizzeria spendeten uns Pommes und Pizza. Dafür bedanken wir uns. Danach ging es wieder mit voller Energie weiter. Die restlichen Pflanzen einpflanzen, Müll sammeln und andere spielten Fußtreten. Die Arbeit an dem neuen Zaun geht gut voran. Das Wetter hat uns heute keine Streiche gespielt.

 

 

3. Tag 9.4.2000

 

Die restlichen Arbeiten wurden am morgen noch erledigt. Danach räumten wir das Gelände wieder auf und sammelten die Werkzeuge und Materialien ein, die wir zur Verfügung gestellt bekamen.

Soweit der Bericht von Veronica.

 

Wir mussten leider erfahren, das die Anwohner der Schluchtstraße mit unserem Arrangement für das Naturschutzgebiet nicht einverstanden waren. Hintergrund ist, dass das Naturschutzgebiet links der Schluchtstraße als Parkplätze für Autos benutzt wurde und durch das aufbauen eines Begrenzungszaunes durch uns erheblichen Ärger bei den Anwohnern verursachte, den wir natürlich zu spüren bekamen. Aber des Deutschen Auto ist eben heute mehr wert als die Natur. Das ging sogar soweit, saß die Anwohner die Polizei riefen, um unser Projekt (das vom Rat der Stadt Essen genehmigt war) zu verhindern. (Presseberichte vom 24.02.  11.04.  13.04.  und 17.05.2000)

 

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Am Sonntag, den 9. April war es dann soweit: Projektpate Herr Nierhaus vom Bocholder Hof konnte dem regionalen Aktionsbüro berichten , dass die Pfadfinder aus Fronleichnam ihr Sozialprojekt geschafft haben. Nach der vielen Arbeit ging es dann erst einmal feiern, bei der „POWER IM POTT" Abschlussveranstaltung in der Turbinenhalle Oberhausen, an der auch unser Bischof Hubert Luthe und Ministerpräsident Wolfgang Clement  teilnahmen.

Allein hätten die Pfadfinder aus Fronleichnam diese Aufgabe nicht lösen können, daher bedanken sie sich für die tatkräftige Unterstützung aller Sponsoren bei der Aktion.

 

 

 

 

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